| |
Seemannsknoten - das Grundwissen für den Segelsport
Grundlegende Begriffe & wichtige Hinweise zum Üben
Rundtörn
 |
Ist eine 360 Grad Wicklung um ein Objekt (z.B. eine Wicklung um einen Pfahl). |
| halber Schlag |
Ist ein normaler Haushaltsknoten (einmal um das Tauwerk und sich selbst festklemmen). |
Auge
 |
Man legt sich in der Hand eine Schlaufe, wo das Ende mit welchem wir arbeiten wollen oben liegt. |
Bucht
 |
Man legt sich Tauwerk in die Hand in Form von einem 'U' |
Ende
 |
Ein Endstück von Tauwerk |
auf Slip legen
 |
Der Knoten wird normal gemacht, nur das nun das Ende zurückgeführt wird, d.h. man steckt
bei abschließenden Sichern des Knotens nicht das Ende allein, sondern das Ende in Form einer Bucht ins Ziel. |
| einen Knoten sichern |
Nachdem der Knoten fertig ist, macht man mit dem kurzen Ende (mit welchem wir gearbeitet haben) einen halben Schlag
um das lange Ende (wo z.B. unser Schiff festgemacht ist). |
Achtknoten
Zweck: Verhindert das Ausrauschen von Tauwerk (z.B. Schoten, Fallen).
 |
Zuerst legt man sich ein Auge ... |
 |
... nun führt man das kurze Ende (womit man arbeitet) um das lange Ende (welches nicht ausrauschen soll) herum ... |
 |
... und steckt anschließend das kurze Ende durch das Auge. |
 |
Zum Abschluss an beiden Enden festziehen. |
Belegen einer Klampe
Zweck: Dient zum Festmachen an einer Klampe.
 |
Man legt einen Rundtörn (360° Wicklung) um den Fuß der Klampe, ... |
 |
... kreuzt danach einmal die Klampe (Kreuzschlag) und ... |
 |
... legt sich dann eine Bucht um die Klampe herum, welche man nun so verdreht, dass das kurze Ende sich selbst einklemmt.
Dieser Schritt ist dann der sogenannte Kreuzschlag.
Alternativ: Man macht einen 2. Kreuzschlag (siehe Schritt 2) und steckt nun das Ende unter dem letzten Kreuzschlag durch.
Diese Technik ist manchmal allerdings nicht sehr praxistauglich (z.B. wenn man noch sehr viele Meter Leine übrig hat).
In jedem Fall muss das Ende parallel zum letzten Kreuzschlag aus Schritt 2 verlaufen (siehe Bild). |
Kreuzknoten
Zweck: Hiermit kann man zwei gleichstarke Enden miteinander verbinden (sehr beliebt beim Auftuchen von Segeln).
 |
Zuerst kreuzt man die beiden Tauwerkenden und merkt sich welches Ende oben drauf liegt. |
 |
Danach verdreht man beide Enden miteinander (wie bei einem Schuhknoten). |
 |
Im 3. Schritt wiederholt man den 1. und 2. Schritt mit der Bedingung, dass das Ende, welches vorher oben war, auch wieder oben liegt. |
 |
Der Knoten sollte jetzt symmetrisch aussehen. |
 |
Merkregel 1: Das Ende was oben war, bleibt auch oben.
Merkregel 2: Linkes über rechtes Ende, danach rechtes über linkes Ende. (Funktioniert auch spiegelverkehrt) |
Palstek
Zweck: Mit diesem Knoten erzeugt man ein Auge, welches sich nicht zuzieht.
Wird überlicheweise zum Festmachen an Pfählen, Stangen, Ringen und zum Retten von Personen genutzt.
Ebenso kann man damit gleich- und ungleichstarke Tauwerke miteinander verbinden, Schiffe schleppen, usw.
Also kurz: der Universalknoten schlechthin - diesen sollte man auch ohne hinzusehen knoten können (z.B. im Dunkeln, hinterm Rücken,...).
ein und ein halber Rundtörn + zwei halbe Schläge
Zweck: Dieser Knoten dient zum dauerhaften Festmachen an Pfählen, Stangen und Ringen.
 |
Zuerst macht man ein ... |
 |
...und ein halben (1,5) Rundtörn um das gewünschte Objekt.
Auch hier gilt: Wir arbeiten nur mit einem Ende
(am einfachsten ist, man tritt auf das ungenutzte Ende mit dem Fuß, um es zu belegen) |
 |
Als nächstes kommt ein halber Schlag hinzu, welcher nun unter den Rundtörns um unser ungenutzes Ende gemacht wird. |
 |
Nun kommt ein zweiter halber Schlag unter dem 1. hinzu, welcher in gleicher Richtung gewickelt wird. |
 |
Wichtig: Die beiden halben Schläge müssen in gleicher Richtung gewickelt werden und sollten wie ein Webeleinstek aussehen. |
einfachter und doppelter Schotstek
Zweck: Hiermit verbindet man zwei ungleichstarke Enden (dickes + dünnes Tauwerk) miteinander.
Slipstek
Zweck: Zum kurzzeitigen Belegen und schnellen lösen einer Leine an Pfählen, Ringen, Stangen,... .
 |
Man legt das Tauwerk über das gewünschte Objekt ... |
 |
und macht nun einen normalen Haushaltsknoten, welcher mit einer Schleife gesichert wird.
Merke: Dies ist ein halber Schlag (Haushaltsknoten) auf Slip gelegt (siehe Begriffe oben) |
Stopperstek
Zweck: Belegen der Vorleine an einer Schlepptrosse, so dass die Vorleine bei Zug nicht nachrutscht.
 |
Man legt das Tauwerk über das gewünschte Objekt ... |
 |
... nun wickelt man einen Rundtörn, bei dem sich das Tauwerk überschneidet.
Wichtig: Man wickelt von Stop- (hier links) und Schlepprichtung (hier rechts) |
 |
Jetzt greift man sich das Arbeits-Ende erneut auf der Seite der Stoprichtung und wiederholt den Vorgang nochmal.
Merke: Man greift 2x auf der Stopseite und wickelt jeweils in Schlepprichtung. |
 |
Zuletzt wird das Ende auf der Seite der Schlepprichtung gesichert. |
 |
Unter der letzten Diagonalen, nicht unter beiden durch.
Im Prinzip ist der Stopperstek eine Art "doppelter Webeleinstek"! |
 |
In unserem Beispiel stoppt der Knoten links. |
Webeleinstek
Zweck: Belegen am Pfahl oder Poller, Festmachen der Fender an der Reling.
|
|